Dialog in der Statuszeile

Jan H. Winter: Hallo, Moin liebe Regine Kasch, herzlich willkommen zum 96sten DidS (Dialog in der Statuszeile) Schön, dass Du Dir die Zeit nimmst für dieses Interview.

Regine Kasch: Hallo Jan H. Winter, vielen Dank für die Einladung zum Dialog in der Statuszeile. Ich bin schon ganz gespannt Regine.

Jan H. Winter: Regine, welches Recht hast Du heute schon geschaffen?

Regine Kasch: Ich habe mich heute mit einem kniffeligen Medizinrechtsfall befasst. d.h. ich habe recherchiert und mir Gedanken zudem medizinischen Anforderungen gemacht. Zwei Ansätze kamen mir in den Sinn, die restliche Aufklärung zu erreichen.

Jan H. Winter: Was ist Dein WARUM, warum machst Du was Du machst?

Regine Kasch: Ich liebe es, den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich liebe es, scheinbar Unmögliches doch zu erringen. Es bereitet mir Freude, das Blatt zu wenden. Ich mache es wegen der damit verbundenen Gefühle.

Jan H. Winter: Lebst du Deinen Traum?

Regine Kasch: Ich habe als kleines Mädchen davon geträumt in der Kate in Timmendorfer Strand zu wohnen. Heute ist es mein zu Hause. Ich lebe diesen Traum. Es gibt noch unerfüllte Träume. Darüber will ich mich in Schweigen üben.

Jan H. Winter: Was ist dein juristisches Spezialgebiet?

Regine Kasch: Ich bin schwerpunktmäßig im Medizin- und im Erbrecht und im Baurecht unterwegs. Ich befasse ich aber auch mit anderen juristischen Fragestellungen.

Jan H. Winter: Du bietest auch die Mediation an, steht das nicht im Widerspruch zur Anwältin?

Regine Kasch: Ich finde das Berufsbild der Mediatorin eine ideale Ergänzung zum Beruf der Anwältin. Es geht immer um die Lösung von Konflikten. Es geht um Gerechtigkeit, die immer subjektiv gefärbt ist. Es geht um die Schaffung von Frieden, Befriedung, sie ist immer über das Recht und die Emotionalität zu erreichen.

Jan H. Winter: Was macht die Anwältin und Mediatorin Regine Kasch anders als Alle Anderen?

Regine Kasch: Ich glaube an die Emotionalität als Schlüssel für die Konfliktbereinigung. Die Juristen wollen zumeist die Emotionen draußen vor der Tür halten und mit dem juristischen Handwerkszeug den Fall lösen. Ich ticke da ganz anders, ich halte die harte Auseinandersetzung aus und spüre nach dem Konflikt hinter dem Streit. Die dort schlummernden Emotionen sind der Schlüssel für die Lösung. Mit dieser Haltung, die ich im Mandantengespräch lebe, setze ich mich von den meisten Kolleginnen und Kollegen ab.

Jan H. Winter: Wann sollte Mann / Frau / Firma zu dir kommen?

Regine Kasch: Wenn es um das Erbrecht geht, wenn es um Konflikte mit der Kassenärztlichen/Kassenzahnärztlichen Vereinigung geht, wenn Arzt oder Zahnarzt im Berufsrecht – existenziell – betroffen ist, wenn ein Patient sich nicht richtig medizinisch versorgt sieht und mit den Konsequenzen zu kämpfen hat, wenn in einer Firma Konflikte bestehen, deren Reibungsverluste das Betriebsergebnis gefährden.

Jan H. Winter: Was ist verkaufen für Dich?

Regine Kasch: Ich sehe verkaufen aus Sicht meines Berufsstandes: Wir Freiberufler verkaufen unsere Persönlichkeit. Mit anderen Worten: So wie wir sind, sind wir unsere beste MARKE.

Jan H. Winter: Wer sind Deine Kunden?

Regine Kasch: Meine Kunden sind Männer und Frauen in den besten Jahren, die die Vermögensnachfolge regeln wollen, Erben oder Pflichtteilsberechtigte. Meine Kunden sind Ärzte und Zahnärzte. Meine Kunden sind Patientinnen und Patienten. Meine Kunden sind Firmen mit Bedarf für Beratungsleistungen in Konflikten.

Jan H. Winter: Regine, wie akquirierst Du neue Kunden?

Regine Kasch: Meine Kunden nehmen mein Schild wahr. Meine Kunden finden mich über das Internet. Meinen Kunden begegne ich auf Veranstaltungen. Meine Kunden kommen auf Empfehlung.

Jan H. Winter: Warum bist Du selbstständige Anwältin geworden?

Regine Kasch: Ich bin von meinem Vater zur beruflichen Selbständigkeit erzogen worden. Den Beruf der Anwältin habe ich gewählt, weil ich dort meine Neugier gut leben kann und gern in Beziehungen zu meinen Mitmenschen stehe.

Jan H. Winter: Darf ich mit Dir das „was heißt das“ Spiel spielen? Was heißt das, wenn Du sagst: Durchsetzung Ihrer Interessen in einem vorgeschriebenen Verfahren?

Regine Kasch: Das Recht gibt ganz unterschiedliche Verfahren vor. Es gliedert sich nach den Rechtsgebieten. Inhaltlich geht es immer darum, sich so gut als möglich mit seinen Interessen durchzusetzen. Der Betroffene ist in seiner Betroffenheit gefangen, er braucht jemanden an der Seite, der seine Interessen im Auge hat und mit Nachdruck vertritt.

Jan H. Winter: Was heißt das, wenn Du sagst: Damit ist der Stoff, den es zu bearbeiten gilt, menschlich und als Basis des Rechts geklärt?

Regine Kasch: Jeder Fall hat eine menschliche und eine rechtliche Dimension. Über beides verschaffe ich mir im Gespräch mit dem Mandanten Klarheit. Mir ist beides gleich wichtig. Ich verstehe meinen Beruf ganzheitlich.

Jan H. Winter: Was heißt das, wenn Du sagst: Schützen Sie sich und Ihre Gesundheit?

Regine Kasch: Ich finde es sehr wichtig, Selbstschutz zu leben. Unser Leben ist unser höchstes Gut. Es fühlt sich gut an, wenn wir in Balance sind. Es fühlt sich gut an, wenn wir gesund sind. Es geschieht nicht von allein, wir müssen aktiv etwas dafür tun. Mit anderen Worten, wir haben es in unseren Händen, wie wir leben.

Jan H. Winter: Was heißt das, wenn Du sagst: Erbrecht verknüpft sich mit gemischten Gefühlen, mit Freud und Leid?

Regine Kasch: Erbrecht ist wie so vieles im Leben ambivalent. Mit dem Erbe verknüpfen sich viele Möglichkeiten, die andere nicht haben. Mit dem Erbe verknüpfen sich Pflichten, die Erwartung es zu erhalten, es fortzuführen. Viele Unternehmensnachfolgen scheitern, weil die Nachfolger nicht die Berufenen sind. Es ist sehr schwer, diese Konflikte zu lösen und in guter Vater-Sohn- oder Vater-Tochter-Beziehung (bzw. Mutter-) zu leben.

Jan H. Winter: Was hättest Du gern mal gemacht, hast Dich jedoch bis heute nicht getraut?

Regine Kasch: Früher wollte ich mit dem Jeep um Mittelmeer fahren, ich wollte nicht verschleppt werden. So ist es nicht dazu gekommen.

Jan H. Winter: Was macht Regine Kasch, wenn sie nicht für Recht kämpft?

Regine Kasch: Ich gehe zu den Bienen. Ich schaue den Hummeln nach. Ich bin im Garten. Ich sauniere und ruhe. Ich lese ein Buch oder die Zeitung. Ich höre Musik – alte Schallplatten volle Lautstärke.

Jan H. Winter: Regine, Du hast einen Wunsch frei, was wünschst Du dir?

Regine Kasch: Ich wünsche mir die Begegnung mit dem Mann meines Lebens!

Jan H. Winter: Liebe Regine Kasch, herzlichen Dank für den DidS (Dialog in der Statuszeile), das Interview hat echt Spaß gemacht, und noch mal andere Aspekte des Rechts beleuchtet! Vielleicht geht es ja doch noch mal ums Mittelmeer! Vielen Dank .

Regine Kasch: Lieber Jan H. Winter, aber nicht allein um Mittelmeer. Vielen Dank für das Interview. Es hat Spaß gebracht. Regine Kasch

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